Pflegeberatung Leverkusen

Warum Sie einen Profi zur Pflegeberatung brauchen

Meistens kommt es unerwartet: Ein Familienangehöriger wird pflegebedürftig. Fortschreitendes Alter, eine beginnende Demenz, körperliche Einschränkungen oder eine andere Krankheit – die Gründe dafür sind vielfältig. In dieser ohnehin emotional sehr angespannten Situation müssen Angehörigen viele Entscheidungen treffen. Hierfür sollten Sie unbedingt auf eine qualifizierte Pflegeberatung zurückgreifen.

Wird ein naher Angehöriger pflegebedürftig ist dies meist eine emotionale Ausnahmesituation. Sie als Angehörige müssen sich in der Regel relativ schnell um eine Pflege kümmern. Wer noch nie in dieser Situation war, wird vor viele Fragen gestellt:

  • Was kostet sowas überhaupt?
  • Wer bezahlt das?
  • Wie beantragen wir einen Pflegegrad?
  • Welche Pflegeleistungen brauchen wir überhaupt?
  • Ist eine Betreuung zu Hause möglich oder ist eine (teil-)stationärer Unterbringung in einem Pflegeheim nötig?
  • Wo bekommen wir Unterstützung?
Pflege erklärt

Pflegekasse zahlt Beratung

Wird ein Angehöriger pflegebedürftig, sollte zunächst ein Antrag auf einen Pflegegrad bei der zuständigen Pflegekasse gestellt werden. Die Ansprechpartner der Pflegekasse bekommen Sie in der Regel über die Krankenkasse des zu Pflegenden.

Die Pflegekasse ist dann verpflichtet, Ihnen eine kostenfreie Pflegeberatung nach § 7a SGB XI zu vermitteln. Alternativ kann sie Ihnen einen Gutschein zur Pflegeberatung bei einer qualifizierten Pflegeberatungsstelle ausstellen.

In dieser „Erst-Pflegeberatung“ sollten grundsätzliche Dinge zur Pflege geklärt werden. Bestenfalls nehmen die zu pflegende Person und die Angehörigen an dieser Beratung statt. Optimal findet sie im Haus bzw. in der Wohnung des zu Pflegenden statt.

Die Pflegeberatung nach § 7a SGB XI dient dazu:

  1. Den Pflegebedarf – auch unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Medizinischen Dienstes – zu klären.
  2. Einen individuellen Versorgungsplan zu erstellen, der alle benötigten Sozialleistungen und Hilfen beinhaltet.
  3. Unterstützung bei der Durchführung des Versorgungsplans und der Genehmigung durch die zuständigen Stellen zu geben.
  4. Die Durchführung des Versorgungsplans zu überwachen, zu dokumentieren, zu analysieren und ggf. anzupassen
  5. Wenn erforderlich auch über Leistungen zur Entlastung der Pflegepersonen zu informieren.

Eine professionelle Pflegeberatung führt Sie durch den Paragraphen-Dschungel und bringt Licht in das Dickicht der Pflegeleistungen und verschiedenen Leistungserbringer. Wenn Sie sich selbst ganz oder teilweise um die Pflege Ihres Angehörigen kümmern möchten, hilft Sie Ihnen, eine objektive Sichtweise auf das zu bekommen, was vor Ihnen liegen wird. Sie kann realistisch und objektiv einschätzen, was Sie als Angehöriger leisten können und wo Sie sich Unterstützung holen sollten. Meistens ist es doch so, dass man als Angehöriger ein schlechtes Gewissen hat, den zu Pflegenden in fremde Hände zu geben. Genau deshalb ist es sinnvoll, sich hier frühzeitig professionellen Rat einzuholen.

Pflege erklärt

Pflegeberatung bei Pflegegeld - § 37 SGB XI

Pflegebedürftige mit dem Pflegegraden 2-5 können statt einer häuslichen Pflegehilfe – z. B. durch einen Pflegedienst – auch Pflegegeld beantragen. Mit diesem Pflegegeld muss der Pflegebedürftige dann alle pflegerisch notwendigen Maßnahmen selbst sicherstellen – z. B. durch einen Angehörigen.

Wenn Sie sich für das Pflegegeld entscheiden, ist eine regelmäßige Pflegeberatung nach § 37 SGB XI vorgeschrieben. Wie häufig diese stattfinden muss, hängt vom Pflegegrad ab:

  • Pflegegrad 2 und 3: halbjährlich
  • Pflegegrad 4 und 5: vierteljährlich

Die Beratung muss im Haus bzw. der Wohnung des zu Pflegenden erfolgen. Sie kann von einem zugelassenen Pflegedienst, durch eine anerkannte Beratungsstelle oder durch eine unabhängige Pflegefachkraft erfolgen. Die Beratung soll sicherstellen, dass die Qualität der Pflege stimmt und Hilfestellung bieten.

Pflegeberatung durch den LHD

Der Lazarus-Hilfsdienst beschäftigt qualifizierte Pflegeberaterinnen, die sowohl eine Erst-Pflegeberatung als auch die regelmäßig Pflegeberatung nach § 37 durchführen. Natürlich kommen wir für die Erst-Pflegeberatung gerne zu Ihnen nach Hause und informieren Sie umfassend über alle Optionen.

Lesen Sie hier mehr zu unserer qualifizierten Pflegeberatung.